Osteopathie

Die Osteopathie ist eine Technik, die zur Diagnose und Therapie manuelle Techniken einsetzt.

Sie ist ein Konzept, die das Individuum in seiner Ganzheit erfasst und in der Therapie berücksichtigt.

Der Begriff "Osteopathie" wurde von Dr. Still geprägt, weil "wir  bei den Knochen anfangen".      

Das griechische Wort Osteo bedeutet Knochen, aber auch Ursache.

Pathos bedeutet Leiden oder Leidenschaft. So bezeichnet der Begriff Osteopathie die Suche  nach der Ursache des Leidens.

Die Osteopathie behandelt nicht die Symptome, sondern die Ursachen. Ein osteopathischer Grundsatz ist die Einheit von Struktur (Anatomie) des Organismus und Funktion (Physiologie).

Die Osteopathie umfasst insgesamt drei Behandlungstechniken.

Die parietale Osteopathie (Wirbelsäule und periphere Gelenke), mehr dazu hier, die cranio sacrale Osteopathie, mehr dazu hier und die viscerale Osteopathie.

Sie sind Teile eines Ganzen, die zusammen eine vollständige Therapie ergeben.

Diese drei Systeme stehen untereinander in einem funktionellen Gleichgewicht. Die Faszien sichern einen  funktionellen Zusammenhang zwischen dem Bewegungsapparat, dem viszeralen System und den verschiedenen Systemen im Körper.

Ist ein System gestört, tritt sofort ein Ungleichgewicht ein, wodurch die anderen Systeme beeinflußt werden.

Die viscerale Osteopathie ist der Teil der Osteopathie welcher sich speziell der Behandlung innerer Organe (Viscera) widmet.

Entwickelt wurde die Viscerale Osteopathie von J. P. Barral, und Dr. Weisschenk. Sie wird insbesondere in frankophonen Ländern praktiziert und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

In der visceralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegewebe getastet und behandelt. Diese Bewegungen werden in der visceralen Osteopathie Mobilität genannt.

So können ligamentöse Anheftungen der Organe mobilisiert, Verklebungen "gelöst" und gestaute Gewebe drainiert werden.

Dadurch wird die Funktion der Organe unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.

In der visceralen Osteopathie besitzt das Wissen um die embryonale Entwicklung der Organe eine große Bedeutung, da sich aus der "embryonalen Entwicklungsbewegung" (Ascensus, Descensus) die  jedes Organ vollzieht eine feine tastbare Bewegung ergibt welche das jeweilige Organ als Ausdruck seiner Vitalität fortwährend ausführt.

Der osteopathische Behandler tastet (palpiert) diese feine Eigenbewegung und kann sich so ein Bild von  der Gesundheit des jeweiligen Organes machen. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung kann die  Vitalität des Organs angeregt und die Selbstheilungskräfte können aktiviert werden.

 

Anwendungsbeispiele für einen Behandlung mit visceraler Therapie*:

Chronische Verdauungsbeschwerden (Magen / Darm)

funktionellen Problematiken der Leber und Galle

Nieren- und Blasenerkrankungen

Inkontinenz

Menstruationsbeschwerden

Prostatabeschwerden

Organsenkungen (Ptosen)

funktionellen Herzbeschwerden

Lungenleiden (Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)

Allergien, Heuschnupfen

Allgemeine Immunstimulation und chronische Müdigkeit

Nachsorge nach Operationen (Narbengewebe)

chronische organbedingte Rückenbeschwerden

Lymphatische Stauungen

schlecht heilende Wunden 

 

* nicht bei Geschwüren und Tumoren


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